KI verändert, was als Beweis gilt. Und wie man ihn prüft.

Wie wir künstliche Intelligenz selbst einsetzen, welche neuen Beweisquellen KI-Chats und KI-Agenten schaffen und wie wir manipulierte Fotos, Videos und Anrufe forensisch entlarven.

Fall besprechen Die drei Themen

Wie wir KI selbst einsetzen

Wo sie hilft: bei der Transkription von Audio- und Videodateien, bei der Übersetzung fremdsprachiger Dokumente und bei der Priorisierung grosser Datenbestände im Review. KI sortiert vor, sie entscheidet nicht.

Wer entscheidet: Jede Feststellung, die in einen Bericht einfliesst, ist von einem Menschen geprüft. KI-gestützte Arbeitsschritte sind dokumentiert und im Bericht ausgewiesen.

Wo Ihre Daten bleiben: Für KI-Funktionen verlassen Mandatsdaten weder unsere Plattform noch die Schweiz. Sie werden nicht in öffentliche KI-Dienste eingegeben und nicht zum Training von Modellen verwendet.

Regulierung: Wir richten unseren Einsatz am Schweizer Datenschutzgesetz und am EU AI Act aus und legen auf Anfrage offen, welche Modelle wofür eingesetzt werden.

Neue Beweisquellen: KI-Chats und KI-Agenten

KI-Chats: Eingaben und Antworten in Copilot, ChatGPT oder Gemini zeigen, was jemand wissen wollte, was er entworfen und was er weitergegeben hat. In Microsoft 365 werden Copilot-Interaktionen gespeichert und lassen sich mit eDiscovery-Werkzeugen sichern, wenn man rechtzeitig daran denkt.

KI-Agenten: Wenn Agenten E-Mails versenden, Dateien ändern oder Zahlungen auslösen, stellt sich in jeder Untersuchung neu die Frage, ob das ein Mensch getan hat oder ein Agent in seinem Namen. Die Antwort steht in Protokollen, Berechtigungen und Prompt-Verläufen, nicht im Dokument selbst.

Was das für Ihren Fall bedeutet: Aufbewahrungsanordnungen und Sicherungsaufträge müssen KI-Interaktionen und Agenten-Protokolle ausdrücklich umfassen. Im Review behandeln wir sie als eigene Quellen mit eigener Chain of Custody und kennzeichnen KI-generierte Inhalte, damit Urheberschaft nicht falsch zugeordnet wird.

Prism Investigate

Echt oder gefälscht: Fotos, Videos, Anrufe

Die Ausgangslage: Ein Foto als Beleg für einen Schaden, ein Video mit einer angeblichen Aussage, ein Anruf mit der Stimme der Geschäftsleitung, der eine dringende Zahlung anordnet. Mit generativer KI lässt sich all das fälschen, und die Gegenseite weiss das.

Herkunft prüfen statt Bild betrachten: Ob ein Foto echt ist, zeigt sich selten am Bild allein. Wir sichern das Gerät, von dem es stammen soll, und prüfen Originaldatei, Metadaten, App-Daten und Zeitlinien auf Widersprüche.

Kamera-Ballistik: Jeder Kamerasensor hinterlässt ein individuelles Rauschmuster in seinen Bildern. Damit lässt sich prüfen, ob ein Foto tatsächlich mit einer bestimmten Kamera oder einem bestimmten Smartphone aufgenommen wurde, unabhängig von Metadaten, die sich leicht ändern lassen.

Fake Calls und Voice Cloning: Bei angeblichen Anrufen gleichen wir Anrufprotokolle, Messenger-Daten und Gerätespuren mit dem behaupteten Ablauf ab. Ob ein Gespräch stattgefunden hat und von welchem Gerät, lässt sich oft eindeutiger beantworten als die Frage, wie die Stimme klang.

Was wir nicht versprechen: Kein Verfahren erkennt jede Fälschung, und ein fehlender Treffer beweist keine Echtheit. Unsere Berichte sagen, was geprüft wurde, mit welcher Methode und mit welcher Aussagekraft.

Zusammen mit Compelson

Compelson aus Prag entwickelt MOBILedit, eine der etablierten Plattformen für die forensische Sicherung und Analyse von Smartphones, Smartwatches und Cloud-Daten, sowie Camera Ballistics. Wir setzen beide Werkzeuge in unseren Mandaten ein.

MOBILedit Forensic: Sicherung und Analyse von Mobilgeräten, einschliesslich Chat- und App-Daten aus über tausend Apps.

Camera Ballistics: Zuordnung eines Fotos zu der Kamera, mit der es aufgenommen wurde, anhand des Sensor-Fingerabdrucks, mit Bericht zu Übereinstimmung und Aussagekraft.

Alle Technologie-Partner

Ist es echt? Fragen Sie, bevor Sie sich darauf verlassen.

Wenn ein Foto, ein Video oder ein Anruf über eine Entscheidung bestimmt, lohnt sich die Prüfung vorher.

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